Hundeallergien

Allergische Erkrankungen bei Hunden (Atopie) zeigen sich oft als Hautkrankheiten oder als atopische Dermatitis des Hundes. Bis zu 15% aller Hunde leiden an einer atopischen Erkrankung. Sie ist für 25% aller Fälle verantwortlich, die wegen Juckreizes in die Praxis gebracht werden. Die Atopie ist eine erbliche Form der Allergie gegen Pollen oder Pflanzen (z.B. Gräser, Unkraut, Bäume), Pilzen oder verschiedenen Milbenarten.

Die ersten Symptome treten normalerweise im Alter von 1-3 Jahren auf (bei gut 75%  aller Fälle). Gelegentlich sind Symptome auch schon bei Tieren zu beobachten, die jünger als 6 Monate sind.

Hundeallergie Symptome

Das offensichtlichste Anzeichen einer Atopie ist der Juckreiz. Häufig lecken oder beißen Hunde ihre Pfoten und sind dabei zu beobachten, wie sie ihren Kopf auf dem Boden oder an anderen Gegenständen reiben. Die Entzündung der Haut an Pfoten, Kopf, Kniebeugen und Leiste, die für den Juckreiz verantwortlich sind, sind wichtige Symptome für die Diagnose. Immer wieder auftretende Infektionen können auch oft von einer Atopie ausgelöst werden (in über 75% der Fälle).

Die Verfärbung des Fells durch das Lecken und eine bilaterale Augenentzündung werden auch bei einigen Patienten beobachtet. Je nach Dauer und Schwere der Erkrankung können Läsionen von Erythem (Rötung), über Hyperkeratosis (Keratoderma) bis zu Lichenifikation (Verdickung) der Haut auftreten. Niesen, tränende Augen und Asthma sind zusätzliche Symptome. Manchmal zeigen sich auch gastrointestinale Symptome.

Sekundäre Hundeallergie-Symptome

Die Atopie geht oft mit einer Seborrhoea sicca (trockene Form von überschüssiger Talgproduktion) zusammen mit Hautschuppen und oberflächlicher Pyoderma aufgrund bakterieller (Staphylococcus aureus oder intermedius) oder Hefepilze- (Malassezia) Infektionen einher. Wenn Patienten wegen einer atopischen Dermatitis in Behandlung sind, sollten auch die sekundären Infektionen behandelt werden.

Prädisponierte Hunderassen

Jeder Hund kann eine Atopie entwickeln, jedoch haben bestimmte Rassen ein höheres Risiko. Solche Rassen sind u.a. Lhasa Apso, Schnauzer, Boxer, Labrador, Golden Retriever, Pudel, West Highland White Terrier, Cairn Terrier, Jack Russell, Fox Terrier, Cocker Spaniel, Dalmatiner, Bulldogge, English Setter, Irish Setter und Chihuahua.